MonthOctober 2008

Mit egrep nach MAC Adressen suchen

Aufgabe: Welche MAC-adressen haben sich im letzten halben Jahr bei unserem DHCP Server eine IP geholt?

Lösung:

find . -mtime -180 -exec cat {} \; | egrep -o '([0-9a-fA-F]{2}\:){5}[0-9a-fA-F]{2}' | sort | uniq > active-dchp-macs

So, deshalb liebe ich Linux, GNU/Linux.

Mehrere IP Adressen pro Interface

Wer seinen Rechner über mehrere IP adressen ansprechen möchte, z.B. für SSL Zertifikate oder Virtual Machines, der kann einer Netzwerkkarte mehrere adressen auf einmal zuteilen.

Mit dem ‘ip’ Befehl (ip ist im debian Packet ‘iproute’), der wohl ‘ifconfig’ ablösen wird, geht das für eine neue IP so:

eth0 soll zusätzlich über 192.168.1.10/24 ansprechbar sein:

# ip addr add 192.168.1.10/24 dev eth0

/24 bedeutet, das die Subnetmask 255.255.255.0 ist, dies kann natürlich angepasst werden.

Wer seine Netzwerkkalkulationen nicht im Kopf machen möchte, schaue sich überigens mal IP Calculator an.

Natürlich möchte man das aber nicht bei jedem Neustart wieder von Hand eintragen und die IP sollen sich auch schön wieder selber herunterfahren (das ist nicht notwendig aber wir sind ja keine Bastler :).

Deshalb laden wir uns das ‘addresses’ Skript http://wertarbyte.de/debian/addresses herunter und installieren es in den if-up und if-down Verzeichnissen:

# cd /etc/network/if-up.d/
# wget http://wertarbyte.de/debian/addresses
# chmod +x addresses
# ln -s addresses ../if-down.d/

Wenn das gemacht ist, die Datei ‘/etc/network/interfaces’ anpassen: (ACHTUNG: siehe Comment von Stefan Tomanek)

/etc/network/interfaces:

# device: eth0
auto eth0
iface eth0 inet static
  address 10.10.10.10
  broadcast 10.10.10.254
  netmask 255.255.255.0
  gateway 10.10.10.1
  pointopoint 10.10.10.1
  addresses 192.168.1.10/24 192.168.1.11/24

Die Zwei ungewohnten sachen:

  • pointopoint: Ist gleich wie der Gateway, damit gilt der Gateway für alle Adressen
  • addresses: definiert die neuen Adressen

Und fertig. Jetzt ‘/etc/init.d/networking restart’, aber vorsichtig, wenn man keinen Physikalischen Zugriff auf die Maschine hat und die Netzwerkkarte nicht mehr.. ach was..

Die IP adressen lassen sich mit ‘ip’ auch wieder anzeigen:

# ip addr show

Cisco VPN und Linux? vpnc!

Vor kurzem musste ich auf einem Linuxrechner den Cisco VPN Client zum laufen bringen. Nach wenigen erfolglosen Versuchen habe ich mich bereits nach Alternativen umgeschaut, erfolgreich: vpnc heisst das Zeit und Nervensparende Tool.

vpnc ist open source und bei vielen Distibutionen im Repository.

Als grafische Oberfläche stehen midestens KVpnc und nm-applet zur Verfügung. KVpnc ist für KDE die richtige Wahl, nm-applet ist das Netzwerk Applet im Gnome Panel.

Wer .pcf Dateien hat, das sind Konfigurationsfiles vom Cisco VPN Client, kann diese mit KVpnc und nm-applet (oder auch im Terminal) in vpnc einlesen und sofort verbinden.

Persönlich ging es bei mir um den Zugang zur Universität Basel. Diese hat in ihrer Konfiguration noch ein Group Password, das verschlüsselt in der Konfigurationsdatei enthalten ist. Um vpnc dazu zu bringen das Passwort einlesen zu können, musste ich das Ausrufezeichen vor ‘enc_GroupPwd=’ entfernen und das File erneut einlesen, danach lief alles perfekt.

Lotus Notes 8 auf Ubuntu 8.04

Heute habe ich mich einaml mehr genervt, als ich Lotus Notes 8 auf einem Ubuntu 8.04 installieren wollte. Das geht zwar schon viel besser als noch mit Lotus Notes 7. Aber wer die ‘libstdc++5’ nicht installiert hat, wird mit einem ‘locking assertion failure’ scheitern.

Bei mir hats so geklappt:

  • libstdc++5 installieren (aptitude install libstdc++5)
  • Dieser Anleitung folgen.
  • und völlig unverständlich: ‘chmod +x /opt/ibm/lotus/notes/notes’

Nur, damit ich das nächste mal weiss wo nachschlagen :)

Umlaute in der Bash

Kürzlich hatte ich das Problem, das ich in der Bash einer meiner Server keine Umlaute mehr schreiben konnte. Ein bisschen Google hat mich aufgeklärt, es dreht sich alles um zwei Dateien:

  • /etc/inputrc, Systemweit
  • ~/.inputrc, Benutzerweit

Die ‘inputrc’ ist die Konfigurationsdatei von ‘readline’. ‘readline’ wiederum ist eine Bibliothek die von der Bash und anderen Programmen benutzt wird und stellt Eingabefunktionen bereit.

Um Umlaute schreiben zu können müssen folgende Parameter richtig gesetzt sein:

Auszug aus /etc/inputrc:

# Be 8 bit clean.
set input-meta on
set output-meta on
# To allow the use of 8bit-characters like the german umlauts, comment out
# the line below. However this makes the meta key not work as a meta key,
# which is annoying to those which don't need to type in 8-bit characters.
set convert-meta off

Dies entweder in ‘/etc/inputrc’ ändern, was auf alle Benutzer auf dem System Auswirkungen hat, oder im Heimverzeichnis in der Datei ‘.inputrc’, das betrifft dann nur Dich.

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